Grundsätzlich kann man sagen, dass es dabei darum geht, seinen Hund/seine Katze möglichst gesund und frisch zu ernähren. Zu „Omas Zeiten“ machte man sich üblicherweise weniger Gedanken um die bedarfsgerechte Fütterung der Haustiere. Gefüttert wurde, was vom eigenen Essen oder vom Schlachten übrig blieb. Einige ernährten bereits zu dieser Zeit roh, ohne eine Wissenschaft daraus zu machen. Mitte des letzten Jahrhunderts entwickelte sich dann mehr ein mehr ein neuer, riesiger Industriezweig – die Futtermittelindustrie. Füttern wurde augenscheinlich praktischer, es müsste nur noch die Dose oder die Tüte geöffnet werden, um den täglichen Bedarf an Proteinen, Mineralstoffen, Vitaminen und Fetten zu decken. Welch verlockender Gedanke….

Erstaunlicherweise wurden die Tiere trotz veterinärmedizinischer Fortschritte nicht mehr so alt wie vormals, Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes, Übergewicht, Allergien und auch Krebs nehmen immer mehr zu.

Bereits in den 50er Jahren erkannte die Französin Juliette de Bairacli Levy einen Zusammenhang zwischen der Fütterung industriellen Futters und ihren Einfluss auf die hündische Ernährung. Der australische Tierarzt Dr. Ian Billinghurst stellte ebenfalls entsprechende Überlegungen und Untersuchungen an. Die Bezeichnung BARF prägte jedoch die amerikanische Züchterin Debbie Tripp Anfang der 90er Jahre. Akronyme sind hier „Born Again Raw Feeders“ oder auch „Bones and Raw Food“. In Deutschland machte Swanie Simon BARF unter der Bezeichnung „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter” bekannt.

Prinzipiell geht es beim BARFEN darum, seinen Hund/seine Katze so naturgemäß, wie möglich zu ernähren. Dazu ist es notwendig, sich an der Ernährung der nächsten wilden Verwandten zu orientieren – auch als Beutetierprinzip bezeichnet. Dazu gehören neben Muskelfleisch eben auch Innereien, Knochen und Fett, ebenso (hauptsächlich beim Hund) das „Nachbauen“ des Mageninhaltes, den der Wolf zumindest zum Teil aufnimmt.

Es reicht also nicht, Muskelfleisch und hin und wieder mal Knochen, denn dies wäre zu einseitig und führt auf Dauer zu Krankheiten. Ich bin sicher, dies sind die Fälle, die viele Tierärzte zu der Überzeugung bringen, BARF wäre nicht bedarfsdeckend, sondern eher schädlich für den Hund/die Katze. Ein richtig gebarftes Tier sieht seinen Tierarzt in der Regel auch viel seltener.

Man sollte sich also vor der Umstellung auf die Rohfütterung schon eingehen der informieren – sei es über Bücher, Foren oder eben einen Tierernährungsberater. Darüber hinaus bietet diese Art der Ernährung viele Vorteile, einige Beispiele dafür:

  • - genauer Überblick über die enthaltenen, zugesetzten Bestandteile
  • - kleinere Kotmengen durch bessere Verwertung
  • - keine synthetischen Zusatzstoffe, wie Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel & Co
  • - bessere Möglichkeiten, auf Unverträglichkeiten zu reagieren und die Fütterung anzupassen
  • - ein stabiles Immunsystem